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Das Wochenende, auf das ich mich so gefreut habe, war durchwachsen. Ich war froh meine Familie mal wieder komplett um mich zu haben. Wir haben viel Zeit zusammen verbracht und ich konnte etwas zurückschalten, durchatmen und den Knoten im Magen loswerden. Das ist doch schon mal was.

Am Samstag haben wir einige Besorgungen gemacht. Wir sind zum Möbelschweden gedüst. Die lieben kleinen haben ein Schläfchen im Auto gemacht und kamen somit ausgeruht und fröhlich an. Wir wussten genau was wir brauchten somit, war dieser Einkauf schnell erledigt. Zum Mittagessen gab es was beim Italiener und dann ging es weiter zu einem Ofenverkäufer. Mein Mann war reichlich schlapp, biss aber tapfer die Zähne zusammen.

Dieses Geschäft wurde uns wärmstens empfohlen, wir fühlten uns allerdings von Anfang nicht wohl. Manchmal bekommt man das Gefühl vermittelt mit zwei Kindern nicht wirklich willkommen zu sein. Wir haben uns erstmal nicht beirren lassen und versucht den Ausführungen des Verkäufers aufmerksam zu lauschen, gleichzeitig die kleine Große zu beschäftigen und das Millchen davon abzuhalten in einen der drei brennenden Öfen zu laufen. In dem Geschäft war es sehr eng und es herrschte eine Affenhitze. Innerhalb kürzester Zeit waren wir „etwas“ genervt und haben uns gefragt was uns geritten hat, diesen Besuch mit Kindern zu machen. Allerdings sind die Tage an denen mein Mann und ich Zeit haben uns allein um solche Geschichten zu kümmern eher rar gesät und deshalb muss es manchmal sein. Um das Ganze dann noch zu krönen stürzte sich das Millchen eine steile Holztreppe hinab. Mein Mann konnte sie nur durch einen gewagten Hechtsprung vor dem Schlimmsten bewahren. Fazit: Millchen, biss sich auf die Zunge und kam ansonsten mit dem Schreck davon, der Liebste hat sich was im Rücken gezerrt und mir zitterten die Knie noch als wir schon längst alle wohlbehalten zu Hause auf dem Sofa saßen.

Am Sonntag fühlte sich mein Mann etwas besser und somit beschlossen wir den lieben kleinen eine Freude zu machen und ins Schwimmbad zu gehen. Beide sind ausgesprochene Wasserratten und somit verbrachten wir einen fröhlichen Morgen. Mummelchen liebt es vom Beckenrand zu springen. Sie hat einen Badeanzug mit Korken und kann sich daher recht frei bewegen. Es stört sie nicht mit dem Kopf unter Wasser zu tauchen und es ist schön zu sehen wie wohl sie sich im Wasser fühlt. Millchen steht ihr da in nichts nach. Im Gegenteil, sie ist kaum zu bändigen, würde am liebsten einfach drauflos schwimmen, geht dabei aber natürlich unter wie ein Stein (was wir erfolgreich zu verhindern wussten).

Nach dem Mittagessen gab es ein Schläfchen für uns alle. Mein Mann spielte den Neffen unseres Nachbarn auf deren Wunsch hin noch ein Ständchen im Treppenhaus und dann brachen wir alle zur Oma auf um ihr zum Geburtstag zu gratulieren. Den Rest des Tages verbrachten wir im Kreis der Familien.

Da mein Mann und ich beide am Montag nicht arbeiten mussten, nutzten wir den kinderfreien Morgen um unsere zukünftige Küche fertig zu planen und dann schlussendlich auch zu kaufen. Wir haben also eine Küche. Und so wird der Traum vom Haus noch ein Stücken konkreter.

Am Nachmittag kündigte sich schon der nächste „Besuch“ an, Millchen übergab sich im Auto, was wir da noch auf die Hitze im Wagen schoben. Sie wirkte fit und aß auch noch etwas Banane, so dass wir uns erstmal keine größeren Gedanken machten.

Abends hatten mein Mann und ich dann den ersten gemeinsamen Abend seit langem. Wir hatten Tickets für das Sting Konzert und es klappte tatsächlich, die Kinder schliefen friedlich bei der Oma und wir konnten los. Gar nicht so selbstverständlich, zu genau hatte ich das Debakel beim Ayo Konzert noch in Erinnerung. Wir hatten einen sehr schönen Abend, das Konzert war super und es tat gut zu sehen, dass wir auch als Paar noch harmonieren und nicht nur Mama und Papa sind. Vergisst man bei dem ganzen Alltagsgedöns ja schon mal ganz gerne. Nach dem Konzert gingen wir noch etwas trinken und danach ging es hundemüde aber glücklich ab ins Bett.

Am nächsten Morgen um 5.15 Uhr war die (viel zu kurze) Nacht zu Ende, Millchen hatte Hunger. Da ich sie noch stille ist das normalerweise eine recht entspannte Angelegenheit, sie fand aber nicht mehr so richtig in den Schlaf und mir schwante schon nichts Gutes. Sie fühlte sich warm an, was dann auch vom Thermometer bestätigt wurde. Fieber… Durchfall…Wir meldeten sie bei der Kita ab, mein Arzttermin wurde durch einen spontanen Termin beim Kinderarzt ersetzt und das Millchen verpennt quasi den ganzen Morgen auf meinem Arm. Sie gefiel mir überhaupt nicht und der Kinderarzt bestätigte mein Gefühl. Wahrscheinlich ein Virus, wenn es sich bis morgen nicht beruhigt, Blutanalyse… Also drücken sie uns die Daumen ( sie erinnern sich, Millchen steht nicht so sehr darauf wenn jemand an ihr „rumfriemelt“).

Das Ende der Geschichte ist, dass sich mein geplanter Ausflug nach Frankfurt zum Musical mit einer Freundin gerade in Luft aufgelöst hat… Meine Freundin meinte nur, kein Problem, auf den Tickets scheint sowieso ein Fluch zu lasten. Längere Geschichte… Aber ich habe den Verdacht, Millchen hat den Braten wieder mal gerochen, und sich gedacht da mach ich nicht mit. 🙂

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