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Schon länger denken mein Mann und ich darüber nach weniger Fleisch zu essen.

Ganz zum Vegetarier zu werden, traue ich mir im Moment nicht zu. Wir essen viel Fleisch. Zu viel! Meiner Meinung nach.

Ich bin eigentlich ein ausgesprochener Tierfreund, kann keiner Fliege was zu Leide tun, rette Mäuse vor Katzen und Spinnen vor meinem Mann … Der Gedanke wie das Fleisch ensteht , das bei uns so oft und so unbedacht auf dem Teller landet,  stößt mir aber immer öfter bitter auf.

So langsam fällt es mir immer schwerer zu verdrängen unter welchen Bedingungen unser total unkontrollierter Fleischgenuss hergestellt wird. Wie in so vielen Bereichen geht es darum immer mehr zu produzieren, Effizienz ist das Schlüsselwort. Alles andere bleibt auf der Strecke.

Das sind ja nicht nur die Tiere die auf unmenschliche Art und Weise ihr kurzes Dasein fristen und oft ohne Betäubung ausgenommen werden. Dieser Tiere werden mit Antibiotika voll gepumpt um dieses „Leben“ überhaupt zu überstehen.

Dass zuviel Fleisch unserer Gesundheit schadet ist ja schon länger bekannt! Was viele nicht wissen, ist dass diese Antibiotikagaben zu Resistenzen auch bei uns Menschen führen können. Ich habe mal einen Bericht darüber gesehen, erschreckend!!!

Hinzu kommt dass die Abfallprodukte der Massentierhaltung nachhaltig unsere Umwelt verschmutzen, Gülle belastet das Grundwasser mit extrem hohen Nitratgehalten ….

Das Futter der Tiere, unter anderem Soja, wird größtenteils in Südamerika produziert, wieder ein mal ohne Rücksicht auf Verluste. Da das Fleisch bei uns immer billiger wird, exportiert man es z. Bsp. nach Afrika. Wo es dann die einheimischen Märkte kaputt macht, weil die ansässigen Bauern mit den Dumpingpreisen nicht mithalten können.

Und, und, und …

Diesen Film: Fleisch?,  haben mein Mann und ich gestern gesehen und der hat uns regelrecht den Appetit verdorben.

Wir haben beschlossen eine Woche auf Fleisch zu verzichten. Wenn ich so daran denke, fällt mir die Umsetzung nicht leicht, aber verdrängen mag ich auch nicht mehr.

Wie gesagt im Moment wollen wir nicht zu Vegetariern werden, nur stark reduzieren und noch mehr darauf achten was für Fleisch bei uns auf den Teller kommt. Nach einer kurzen Recherche war ich zwar auch vom Biofleisch desillusioniert, weil auch das nicht die Lösung aller Probleme ist, trotzdem werde ich wohl, wenn ich Fleisch esse, weiter Bio kaufen. Für mich ist das die weniger schlimme Alternative.

Der Versuch soll wie gesagt eine Woche dauern. Wir essen eigentlich sehr gerne Gemüse, und probieren auch öfters mal was neues, also werde ich mich jetzt einmal um Alternativen kümmern. Was uns fehlt ist die Erfahrung. Wir kochen und essen sehr gerne aber man bleibt ja trotzdem oft sehr gerne auf ausgetrampelten Pfaden. Jetzt heißt es Neuland zu erschließen.

Ich werde weiter berichten und euch auf dem Laufenden halten.

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