Schlagwörter

, ,

Dem Millchen geht es blendend, quietschvergügt und froh wie immer spielt sie und ärgert ihre Schwester.

Sie scheint keine Schmerzen zu haben und verziehen hat sie mir anscheinend auch schon…

Das mit dem Verzeihen ist so eine Sache, ich kann mir jedenfalls nicht verzeihen. An den Moment wo sie fällt kann ich mich nur bruchstückhaft erinnern, weiss nicht mehr genau was passiert ist. Meine Freundin die neben mir stand, sagte das Millchen hätte sich nach hinten geworfen, ich hätte sie noch am Ärmel zu packen versucht aber wegen der Jacke konnte ich sie nicht richtig greifen, ich hätte den Aufprall aber noch abgefangen. Hm augenscheinlich nicht genug.

Mir tut heute alles weh, der Bauch, das Herz, die Glieder. Vom Festhalten beim Nähen oder vom Laufen mit dem Kind im Arm, ich weiss es nicht. Jetzt wo der grösste Schrecken überstanden ist, wird mir alles erst richtig bewusst. Ich denke an das Nähen, ihre Schreie, dass ich sie festhalten musste, ihr nicht helfen konnte. Ich dachte nur, dass ich an ihrer Stelle sein wollte, hundert mal lieber ich denn sie… Ich wollte ihr das abnehmen und konnte nichts tun!

Ich schaue sie andauernd an, sehe die Beule, die Stiche an ihrer sonst so perfekten kleinen Stirn und könnte heulen. Am liebsten würde ich sie in Watte packen, ich laufe ihr hinterher, räume jedes Hindernis aus dem Weg und bin leicht dünnheutig. Ich möchte sie am liebsten an mich drücken, sie wieder so nah haben wie damals in meinem Bauch. Sie immer beschützen können. Ungeschehen machen was passiert ist!

Sie wird wohl eine kleine Narbe behalten, der Arzt meinte aber, dass man die später kaum noch sehen würde.

Freitag der 13 ich werde dich in schlechter Erinnerung behalten! Mein Kind, das verzeihe ich dir nie!

Advertisements