Schlagwörter

, , ,

In manchen Situationen, wenn ich nicht ganz ausgeglichen bin und mich nicht, oder noch nicht wohl fühle, fange ich an mich mit anderen zu vergleichen.  Aber nicht nur ich selbst, sondern auch meine Kinder, mein Leben, der Liebste oder das Haus etc. fallen diesem inneren Vergleich gegebenenfalls zum Opfer.
Natürlich endet das nicht in einem positiven „Alles ist super und wir sind gut so wie wir sind Gefühl“, sondern alles wird von meiner inneren Kritikerin auseinander genommen und zieht dann gefühlsmäßig den Kürzeren. Ich kann in solchen Momenten gnadenlos sein und das total zu Unrecht!

Meistens kommt das vor bei Gesprächen die jetzt zum Beispiel das Haus betreffen. Ich fange innerlich an zu zweifeln, stelle alles in Frage, vergleiche Pläne und fange an unzufrieden zu werden. Es ist als würde mir in solchen Situationen der Teppich unter den Füßen weggezogen und als würde ich total das Gleichgewicht verlieren. Wenn ich dem nachgebe ist das eine Abwärtsspirale aus der ich nur schwer wieder raus komme. Die letzten Wochen, habe ich viel über dieses Problem nachgedacht, mittlerweile, ziehe ich mich einen Moment in mich zurück, unterbreche den Gedankenfluss ganz direkt. Ich atme durch, besinne mich auf das was für uns wichtig ist und straffe innerlich die Schultern. Das klappt in letzter Zeit sehr gut. Ich hoffe solche destruktiven Gedankengänge in Zukunft ganz vermeiden zu können. Sie tun mir nicht gut, rauben mir Kraft und führen zu nichts.

Im Prinzip bin ich sehr dankbar für das was ich habe. Ich bin mir bewusst wie viel Glück wir haben, wie privilegiert meine Kinder aufwachsen dürfen.

Meine Kinder haben sicher ihre Fehler und auch was die Erziehung angeht sind wir nicht perfekt, aber sie sind toll, sie sind manchmal trotzig, frech und verwöhnt aber meistens sehr freundlich, offen und lieb. Alles können wir also nicht falsch gemacht haben.

Der Liebste ist ein toller Mann, mein Geliebter, mein bester Freund und meine große Liebe! Natürlich hat auch er seine Fehler, aber wer hat die nicht? Wir führen eine gleichberechtigte, liebvolle Beziehung, die auf Vertrauen und Loyalität basiert. Was mich betrifft, ich bin sicher nicht perfekt, aber ich denke, dass meine guten Seiten überwiegen.

Das Haus das wir bauen, ist weder ein Schloss, noch eine riesen Villa, aber für uns geht ein Traum in Erfüllung, den wir bis vor einem Jahr kaum zu träumen gewagt hätten. Unser Haus, mit dem teilweise sehr ausgeprägten Größenwahn unserer Mitbürger, zu vergleichen ist sinnlos und Größenwahn gehört eigentlich nicht zu meinen Fehlern. Wieso also erscheint mir mein Haus in solchen Momenten nicht gut genug, nicht genug durchdacht, nicht anspruchsvoll genug? Vor 5 Minuten war ich doch noch total verliebt?

Wieso falle ich manchmal in diese verfluchte Vergleichsfalle?

Man kennt das sicher auch bei den Kindern,  wer schläft schon durch, wer nicht, wer läuft, spricht oder geht als Erstes auf’s Klo. Solche Konkurrenzgedanken sind bei manchen Eltern ja sehr ausgeprägt.

Ich habe mir nun vorgenommen solche Gedanken und Gefühle total zu vermeiden, sie machen mich traurig und unzufrieden. Nichts ist wie es scheint und kein direkter Vergleich möglich oder sinnvoll. Wir sind wie wir sind und es ist gut so! In 3 Monaten kommt unser Haus, bis dahin möchte ich diese total unberechtigte Unzufriedenheit ablegen.

Dieses Haus ist unser Zuhause und ich möchte mich wohlfühlen, das Haus lieben, ankommen und genießen. Ich möchte es liebevoll einrichten und meinen Kindern ein Zuhause schenken in dem sie groß werden und sich entfalten können.

Außerdem möchte ich meine Kinder sehen wie sie sind, sie genießen und mich an ihnen freuen. Sie sind für mich einzigartig und wunderbar. Genauso wie der Liebste.

Meine innere Kritikerin hat somit Sendepause, wird zensiert und dahin geschickt wo der Pfeffer wächst! Basta!

Advertisements