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Ich mag Isabel Allende sehr gerne, habe viele, wenn nicht alle, ihrer Bücher gelesen. Vor einiger Zeit habe ich Mayas Tagebuch im Hardcover erstanden. Das will was heissen.

Da lag es nun also und ich schob vor mir her es zu lesen! Ich wollte mir den Genuss aufheben, irgendwie den richtigen Moment abwarten, bevor ich es zur Hand nehme.

Anfang September las ich die ersten Seiten und der Funke sprang nicht über. Ich ging zu einem anderen Buch über, so lag es dann wieder da und sah mich so langsam vorwurfsvoll an. Ein Roman von Allende und du lässt ihn einfach da verstauben.

Vor einer Woche, abends als mein Mann auf Nachtschicht war, sass ich etwas verzweifelt wegen der Ereignisse der letzten Tage auf der Couch. Die Kinder schlummerten friedlich und ich fragte mich wie ich das Gedankenkarussell in meinem Kopf stoppen könnte, da viel mein Blick wieder auf Mayas Antlitz.

Mit einem Glas Rotwein machte ich es mir gemütlich, lass und was soll ich sagen, es gab ein paar Fünkchen. Irgendwann lag ich dann da Rotz und Wasser zu heulen, Pop’s Tod öffnete die Schleusen und ich litt mit, wie ein Hund. Total erschöpft und müde kroch ich später in mein Bett und schlief wie ein Stein.  Zweck erfüllt würde ich sagen.

Da lag Maya dann wieder, ich schlich drum herum, las Blogeinträge oder in diversen Zeitschriften und Kochbüchern. Maya mit einem anderen Buch untreu zu werden wollte ich nicht, die Büchse der Pandora wieder öffnen, auch nicht sofort. Bis gestern Abend, Mann ausser Haus, Kinder schlafen, Fernsehprogramm unterirdisch, also Maya. Diesmal kein Wein, man weiss ja nie! Da lag ich nun und las und las und las. Aus den Fünkchen wurde ein Feuer, ich lachte und litt mit und habe mich selten auf einen weiteren Strohwitwenabend so gefreut wie heute!

Maya ich komme!

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