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Ich habe im Moment das grosse Vergnügen mit einem sicheren Job im Rücken einen anderen angeboten zu bekommen. Das Luxusproblemchen das ich habe ist, dass ich es eben momentan nicht als Vergnügen empfinde das auch noch entscheiden zu müssen. Es ist ja nicht so als wäre nicht sowieso alles schon im Umbruch und organisatorisch bin ich momentan auch so schon ausgelastet oder auch manchmal überfordert.

In vier Wochen hat das Mummelchen seinen letzten Tag in der Kita, ab Januar bin ich gebeten dem Kind den Wechsel in den Précoce zu vereinfachen und so angenehm wie möglich zu machen. Das fiele dann mit meinem Jobwechsel zusammen, mehr oder weniger.

Das Haus wird zwar von einer kompetenten, zuverlässigen Firma gebaut, trotzdem kommt es mir nach so mancher schlaflosen Nacht so vor als hätte ich es eigenhändig ausgebaut.

Die Mädchen wollen so nebenher auch bespasst werden und den ganzen Alltagskram erledigt auch keiner für mich. Die Welt hört nicht eben mal auf sich zu drehen, nur weil ich mir eben mal ein kurzes Päuschen wünsche.

Die Vorbereitungen für den Umzug laufen und ich sehe dem Ganzen auch im Moment sehr positiv entgegen, ausser wenn ich daran denke, dass das ja auch schon in 3-4 Wochen soweit sein wird. Da schnapp ich dann jedesmal kurz nach Luft.

So nebenher arbeite ich dann noch so einiges auf, das in die hinterste Ecke verdrängt wurde und jetzt in den Gesprächen mit meiner Psychologin unweigerlich aus mir heraus sprudelt und in mir gärt. Auch hier sind Entscheidungen zu treffen, auch wenn ich diesem Aspekt nicht soviel Raum zugestehe, merke ich, dass er sehr an meinen Kräften zehrt und mir viel Energie abverlangt.

Tja, und dann ist da eben noch jenes sehr interessante und wohlmeinende Jobangebot. Wie so oft kann man sich eben den Zeitpunkt nicht aussuchen. Ich fühle mich sehr geschmeichelt! Ich hatte heute so etwas wie ein Vorstellungsgespräch in entspannter Atmosphäre bei einem leckeren Mittagessen und später in dem Gebäude wo ich dann gegebenenfalls in Aktion treten würde. Sehr schön, Altbau und so, in der Innenstadt … Die Arbeit wäre anspruchsvoller, ich hätte einen Job mit Namen, einen richtigen Beruf, hier ist meine Stellenbezeichnung eher unspezifisch. Mitdenken würde von mir erwartet, ich könnte mich in eine ganz neue interessante Materie einarbeiten. So eine Herausforderung kann ja sehr viel Spass machen und befriedigend sein, meine Sorge im Moment ist einfach, dass ich völlig überfordert sein werde, weil auch wenn ich diese Stelle annähme, würde alles andere ja nicht aufhören zu existieren, Kinder, Familienproblematik, neues Haus etc. würden nicht eben mal Pause machen, damit ich mich vernünftig einarbeite, mich neu orientiere und voll und ganz darin aufgehen kann. Hinzu kommt, der eine oder andere negative Punkt, wie fehlender Parkplatz, das dann auch die Innenstadt eher zum Nachteil werden lässt. Dann wären da auch personelle Umstrukturierungen, was heisst, dass ich irgendwo auch die Katze im Sack kaufe und was momentan sehr schwer wiegt, sind die unflexiblen Arbeitszeiten. Wer hier schon länger mit liest, weiss wie viel Organisation mein Arbeiten, die Schichtarbeit meines Mannes und die Kinderbetreuung mit sich bringen, da jetzt noch unflexibler zu werden, ist nicht so verlockend.

Jammern auf höchstem Niveau kann man das wohl auch nennen. Aber jede Wahl bringt wohl auch eine Qual mit sich.

Ich geh dann jetzt mal Pendeln oder Horoskope lesen…

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