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Laisser-aller ist meine neue Devise. Bis Ende dieses Jahres laufe ich auf Notbetrieb. Ich reduziere meine Aufmerksamkeit auf das Nötigste, das wären dann meine Kinder – die aber auch in den Genuss meines neuen Lebensmottos kommen- das Haus, der Umzug und die immer noch aktuelle Jobfrage. Wobei ich die im Moment eher verdränge.

Für meine Kinder sieht das dann so aus, dass sie entgegen meiner guten Vorsätze die ich als Supermami mal hatte, in nächster Zeit in den Genuss mehrerer Yakari-Folgen kommen werden. Ich fürchte nur, dass das zumindest dem Millchen ziemlich egal ist und sie mich weiter in allen möglichen und unmöglichen Situationen mit einem Buch in der Hand verfolgen wird : “ Mami, Buch kucken!“ „Armes Kind, Mami hat zu wenig Zeit und möchte jetzt bitte erst mal essen, auf’s Klo, Spülmaschine ausräumen… “ Meine Bedürfnisse stossen verständlicherweise auf Unverständnis.
Auch was das Essen angeht wird auf bewehrte und schnelle Gerichte gesetzt! Mein Vorsatz, mich hauptsächlich vegetarisch zu ernähren, ist arg ins Schwanken geraten, meine Kinder schätzen Tofu und Co sowieso nicht und wenn man fragt was denn auf das Butterbrot soll, steht ordinäre Salami hoch im Kurs, vegetarische Brotaufstriche werden undankbar verschmäht ( ausser Marmelade), trotz sehr enthusiastischer Anpreisung meinerseits. Missionieren wollte ich sowieso niemanden und so kommt eben wieder öfter Salami und Schinken auf den Tisch. Ich muss aber sagen, dass sich ein paar gute Gewohnheiten eingeschlichen haben, die ich auch jetzt, ohne Mühe, beibehalte. Also war doch nicht alles für die Katz‘.
Was den Süsskram angeht, gebe ich mich im Moment für meine Verhältnisse hemmungslos der Völlerei hin. Gerne wird im Moment das gesunde Müslifrühstück durch zwei Tassen Kaffee mit Waffeln oder anderen Keksen ersetzt. Also bei mir, nicht bei den Kindern, soweit sind wir dann doch noch nicht! Sport ist auf ein Minimum reduziert, nur zum Pilates schaffe ich es noch mit Ach und Krach. Eine eher ungünstige Kombination. Frust ist da vorprogrammiert, man bedenke ich arbeite mit einer ranken und schlanken Miss Universe zusammen. Das führt mir mein Versagen in Sachen Modelfigur eindrücklich vor Augen, und Nein, auch das Alter oder Kinder oder genetische Dispositionen werden nicht als Ausrede gelten gelassen.

Andere Bereiche wie Haushalt und sonstige Arbeit fallen meiner Müdigkeit zum Opfer. Meine Motivation ist auf einem Tiefpunkt angekommen, mit einer Einstellung à la „Was soll’s, nach mir die Sintflut!“ fahre ich im Moment einwandfrei. Ich sage mir, dass es sich in spätestens 4 Wochen wunderbar putzt, in einer leeren Wohnung.

Ich hoffe bloss, dass wir uns nicht zu sehr daran gewöhnen. Gestern überlegte ich ob ich nicht den Kindern etwas von dem guten Rotwein in den Kakao mischen sollte, in der Hoffnung, dass beide mal wieder eine Nacht durchschlafen, in ihren eigenen Betten. Früher hat man den Kindern noch ganz andere Sachen gegeben und die sind ja schliesslich auch gross geworden!

So und jetzt fröne ich meiner Internetabhängigkeit, seit ich das Bloggen angefangen habe, bin ich süchtig. Ein Laster mehr, was soll’s! Bei dieser lockeren Einstellung tun sich ganz neue Möglichkeiten auf, eine Vielfalt an Vorsätzen für das neue Jahr und so.

 

 

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