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Ich hatte letzte Woche einen wunderbaren  Mummelchen Nachmittag.

Sie tut sich in der letzten Zeit sehr schwer mit dem Einschlafen und auch mit dem Trennen (morgens oder abends, nachts), meistens landet sie irgendwann nachts bei uns in der Besucherritze, sobald ich morgens auch nur in Erwägung ziehe aufzustehen, ist sie wach, weint nach mir und würde am liebsten in mich hinein kriechen … Morgens, wenn ich das Haus ohne sie verlassen will, ist es als würde ich ausziehen, in den Krieg ziehen, nie mehr wiederkommen… Ein Drama!

Wir hatten arg viel um die Ohren die letzten Wochen und die grosse Maus scheint etwas zu brauchen, um anzukommen, ausserdem habe ich das Gfühl, dass auch ein Entwicklungsschub stattfand oder findet. Sie macht Zusammenhänge die mich Erstaunen, ist richtig schlau und ihr Erinnerungsvermögen ist enorm gewachsen. Sie ist definitiv kein Baby/Kleinkind mehr, sie wird gross, mit allem was dazu gehört, Wünsche, Fantasie, Ängste, Selbstständigkeit …

So habe ich beschlossen, mich mehr auf sie zu konzentrieren und mein kleines grosses Mädchen wieder mehr in den Mittelpunkt zu holen. Gar nicht so einfach mit einem kleinen trotzigen auf mich fixiertem Millchen dabei. Also habe ich spontan beschlossen Donnerstag nur das Mummelchen abzuholen und dann irgendwas mit ihr zu unternehmen.

Nur was? Ohne Millchen stehen uns ganz andere Welten offen…

Da kam kurzfristig der pragmatische Kontrollfreak in mir durch, den ganzen morgen überlegte ich  wie ich ihr eine Freude machen kann und gleichzeitig einkaufe etc…

Als ich sie dann abholte, erzählte mir die Erzieherin das Mummelchen hätte den ganzen morgen von nichts anderem gesprochen. Mama-Mummelchen-Tag. Sie hätte andauernd überlegt was wir wohl machen könnten. Das rührte mich sehr und so verpasste ich dem Kontrollfreak einen Maulkorb und fragte meine süsse Maus was sie denn gerne machen möchte. „Schneewittchen und Pinocchio gucken?“ Ähm, nein kein Fernsehen… was unternehmen, Maus!“ „Dann zum Strand“ Der nächste Strand ist 4 Stunden entfernt, also auch dieser Wunsch wurde nicht erfüllt, wir einigten uns dann darauf schwimmen zu gehen. Ich schlich also nach Hause und suchte wie ein Dieb unsere Schwimmsachen zusammen, ohne dass das Millchen das bemerkt und schleiche mich tatsächlich unentdeckt wieder zum Auto. Wir verbringen einen wunderbaren Nachmittag im Schwimmbad, ich geniesse es wirklich mal ganz bei ihr sein zu können und sie ist augenscheinlich begeistert. Wir nutzen jede Sekunde und es ist wirklich ein kostbarer Mutter-Tochter-Moment. Wir rutschen, toben, üben schwimmen, lachen  und schlucken Wasser … zum Abschluss gönnen wir uns  ein Eis  und fahrendann noch schnell was zu Essen kaufen. Bei der Frage was sie essen möchte, sagte sie Nuuudddeln, damit wir all auf unsere Kosten kommen, gab es Spaghetti alle Vongole. Hm lecker und sogar die Kinder mögen Knoblauch und Muscheln… 🙂

Bisher habe ich immer auf Familienzeit gepocht, auch wegen der blöden Arbeitszeiten meines Mannes, jetzt wo er so oft zu Hause ist, werden wir regelmässig so einen innigen Moment verbringen. Das Mummelchen und ich aber natürlich auch das Millchen und ich. Ich freue mich schon…

 

 

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